Freitag, 9. Mai 2008

Foxtrail und die erste spannende Politikerin

Nach langem hadern quälte ich mich heute morgen doch noch um 7.15 aus dem Bett und Richtung Bern, um dort meine geliebten (oder auch nicht) MitstiftInnen zu treffen und gemeinsam nach Thun zu fahren. Das Ziel: Foxtrail.

Was zu Beginn noch amüsant tönte wurde schnell zu einem mühseligen Unterfangen: Bereits beim zweiten Posten der Schnitzeljagd wurden wir vom Postenverwalter (Reception Gwattzentrum) "versecklet" und ein dringend nötiger Plan wurde einfach mal so vergessen... Nach halbstündiger Suche dann endlich der Hinweis der "Hotline". Super, weiter also und wenn möglich die verlorene Zeit aufholen. Doch schon beim nächsten Posten lauerte die nächste Fehlerquelle: Wir nahmen den falschen Weg, da die tollen Pfoten, welche uns den Weg weisen sollten, mit einer Grösse von 5x5cm kaum zu entdecken waren. Nun gut, nachdem die Gemüter erhitzt und der Weg nach einem weiteren Telefonat doch noch entdeckt hatten, hiess es laufen laufen laufen... Die Begeisterung hielt sich in unserer Gruppe in Grenzen und so wurde kurz nach Mittag beschlossen, die ganze Sache abzubrechen und uns dem Mittagessen zu widmen.


Nachdem wir endlich (mehr als 5 wild zusammengewürfelte Leute mit verschiedenen Geschmäckern haben so ihre Schwierigkeiten zu einer Entscheidung bezüglich Nahrung zu gelangen) gespiesen hatten und uns auf dem Mühleplatz in Thun erholt hatten, hiess es um 14.20 Uhr auf ins Rathaus!


Bis dahin wusste ich nur, dass es sich um eine gewisse Ursula Haller (SVP) handelte, welche sich auch beim proinfirmis-Lauf in Bern vom letzten Jahr engagierte. Die Erwartungen waren tief angesetzt (schon aus dem Prinzip, dass es sich um eine Politikerin handelte) und umso mehr erstaunte mich der Elan, die Freundlichkeit und Offenheit dieser Nationalrätin. Und was mich mit Abstand am meisten überraschte: Diese SVP-lerin hat tatsächlich anormal "gute" (damit meine ich liberale) Ansichten: Blocher sei äusserst faszinierend aber auch sehr zweifelhaft mit seinen diffamierenden Aussagen; die strickte Haltung der SVP in Asylfragen geht ihr zu weit (sie hat selbst einen dunkelhäutigen Sohn adoptiert); Kofi Annan ist die eindrücklichste Person, der sie jemals begegnet ist.

Eindeutig: mit ihrer direkten und offenen Art, Auskunft über alle von uns gestellten Fragen zu geben und Standpunkt zu beziehen
(und das völlig spontan und ohne Notizen!), hat sie mich in nur einer Stunde schwer beeindruckt und fasziniert! (Aber keine Angst, ihr about-me-Kenner, Politik ist in meinen Augen immer noch langweilig und öde)

Dienstag, 18. März 2008

Spitäler? Nein danke!

Genau eine Woche ist es nun her, seit ich mich, trotz meinem doch noch zarten Alters, bereits zum zweiten Mal unters Messer legen musste. Und obwohl ich bereits seit Freitag wieder zu Hause bin, lassen erst heute die Schmerzen (trotz 4x1 Gramm Dafalgan täglich) nach und ich kann mich wieder bewegen und fühle mich nicht wie ein rohes Ei.

Aber schon jetzt habe ich mir geschworen, dass ich mich mit Händen und Füssen gegen einen Spitalaufenthalt wehren werde - Ausnahme natürlich: Ich bin hochschwanger ;-)

Freitag, 29. Februar 2008

Wenn der Ernst des Lebens naht

Eigentlich ist das Leben als Azubi doch recht schön. Einem wird (normalerweise) nicht gekündigt. Man hat eine feste Stelle, darf Fehler machen ohne dafür den Kopf abgehackt zu kriegen und geniesst viele andere (rechtliche) Vorteile.

Bald ist es aber auch bei mir soweit: die langersehnte Unabhängigkeit (Lehrabschluss) rast auf mich zu und ich sehe mich mit neuem, unbehaglichen konfrontiert:

Jobsuche
Wer kennt sie nicht, diese leidigen Bewerbungen, die meist doch etwas geheuchelten Bewerbungsgespräche und die vielen "auf die Fresse" fallen.

Arbeitswelt
Wie stelle ich mir meine Zukunft vor? Studium? Ausbildung zur Personalfachfrau? Mutter & Hausfrau? So viele Fragen verunsichern nur; deshalb mein Beschluss: Eins nach dem andern, es kommt wie's kommt ;-)

Wohnungssuche
Ich habe mir geschworen, nach der Schaffung eines ersten kleinen Geldpölsterchens sofort zuhause auszuziehen und abzuwandern. Nur - wie sieht MEINE Wohnung aus? Hell, gross, nahe beim öV (da ich nicht plane, mir einen fahrbaren Untersatz, abgesehen von einem Fahrrad, zu besorgen), nahe der Einkaufsmöglichkeiten, modern, Balkon, Geschirrspüler, im Bern angrenzenden Teil Solothurns usw. ... es ist also begründet, suche ich bereits jetzt nach einer Wohnung. So habe ich immerhin noch die Hoffnung, MEINE (unsere) Wohnung bis spätestens Ende 2009 gefunden zu haben.

Versicherungen
Dieser Auszug birgt aber auch gleich schon das nächste Problem: Ich brauche logischerweise Versicherungen - aber welche denn nur?! Glücklicherweise ist mein Banknachbar in der Versicherungsbranche tätig ;-)

Geldsorgen
Das liebe liebe Geld! Schon heute kämpfe ich damit, die Ausgaben tiefer als die Einnahmen zu halten - leider meist erfolglos. Es muss nun endlich mal ein Budget her!!!

Zeitsorgen
Die Woche hat bekanntlich 5 Arbeitstage à 24 Stunden. Schlafen sollte ich auch noch... bleiben noch 5 Tage à 16 Stunden. 80 Stunden, in denen ich 42 Stunden auf der Arbeit bin und 6 Stunden Arbeitsweg hinter mich bringe. Bleiben 32 Stunden.
Diese 32 Stunden sollte ich für folgende Dinge aufteilen:
- mein Liebster (inkl. Zugfahrt)
- meine zwei Liebsten
- den Haushalt meistern
- Einkaufen
- Lernen für die LAP / Lernen für die Berufsschule
- Freizeit

ergibt beinahe 6 Stunden 24 Minuten pro Tag, das bedeutet also täglich: 1 Stunde und 4 Minuten pro Aufzählungspunkt (Wochenende ausgeschlossen). Himmel-Herrgottnochmal! Irgendwas mach ich falsch, denn irgendwas kommt immer zu kurz und die Zeit raaaaaast an mir vorbei... und welche Punkte untergehen ist dabei ja wohl klar ;-)

Donnerstag, 7. Februar 2008

Zu verrückt für diese Welt?!

Einmal mehr sitze ich mitten in der Nacht vor dem Pc. Das Eiskaffee im gutgelaunt (SO) hat wohl seine Spuren hinterlassen.

Wie oft habe ich bis heute in meinem Liebsten bereits den Satz gehört "du bisch es komischs". Nein, nicht im bösen Sinne etwa, vielmehr mit leicht beunruhigten, sorgvollen und fragenden Blicken. Süss!

  • Ich esse eine gekochte, kalte Kartoffel ohne diese zu schälen und mit Mayonnaise... fragende Blicke von allen Seiten - für mich unglaublich lecker :-) Wie schon mein Mami immer behauptete "du bisch doch e kulinarischi Wiudsou!" (wobei ich bemerken muss, eine kalte Kartoffel ist noch gar nichts *g*)

  • Das erste gemeinsame Frühstück (Nebendarsteller: Nutella). Ich, bedacht auf meine doch langsam immer üppiger werdenden Rundungen, bestreiche mein Brot mit grösster Sorgfalt und hauchdünn mit Nutella. Die Reaktion bringt mich noch heute zum Lachen: Mit unglaublich empörtem Blick und dazu passendem Unterton "Schatz!!! Nimm e chli meh!!! Du verhungerisch ja, de chasch das Brot ja grad so guet lütt ässe!!!" :-D

  • Ähnliche Reaktionen ernte ich auch von meinen Schwiegereltern, wenn ich selig an einem blossen Brotstück herumknabbere ;-)

  • Ich finde Cabanas (mittelmässiger Schweizer Nati-Spieler) toll - erneut fragende und leicht kritische Blicke von meinem Liebsten. Ich kann halt nicht anders, er ist halt einfach ein "Schnuggi" :-)

  • Ich sitze hier, um 1:50 Uhr und schreibe hellwach an diesem - ich gebe zu, leicht inhaltslosen - Post. Plötzlich steht meine bessere Hälfte schlaftrunken hinter mir und meint "geits eich no?! Was machsch du hie? Chasch nid schlafe?!". Haargenau, Schatzi, mich hält der Kaffee wach, oder anders gesagt, das Bedürfnis nach Aktivität (worauf auch immer basierend). Und auch hier wieder "du bisch es komischs!". "Gang itz ids Bett ga witerschlafe, i chume de nache!" - Versprochen, ja!!!

In dem Sinne: pfuset guet, i wauschte hie no chli :-)

Dienstag, 5. Februar 2008

Schlafen? Kenn ich nicht!

Es ist 2:52 Uhr, im Hintergrund läuft Men in Trees und ich quäle mich mit Rückenschmerzen auf höchstem mir bekannten Schmerzniveau herum. Da das Liegen zur Qual avanciert, vergnüge ich mich vor dem Pc... Nur leider habe ich mittlerweile weder Lust auf World of Warcraft (Serama ist mittlerweile auf Level 70 angekommen), noch möchte ich mich mit Wirtschaftsgeographie auf Berufsschulniveau (gähn) befassen. Also müsst ihr, meine werten Leser, dran glauben.

Nun denn, was könnte euch interessieren? Eine grösstenteils rundum zufriedene Bloggerin wird wohl kaum auf Interesse stossen und erst recht problematisch wird die ganze Sache, wenn sie sprachlos (wie ich jetzt gerade) vor meinem neuen Post grüble.

Deshalb verabschiede ich mich einmal mehr auf der Suche nach nächtlicher Erholung... Good Night!

P.s.: Seit neustem ist auch mein Schatz in die Blogosphäre eingetreten, was hier mal ganz formell festgehalten werden muss.

Freitag, 28. Dezember 2007

Adiletten

Wer kennt sie nicht, die (hell)blau/schwarz-weiss gestreiften Badeschlappen. Viele haben sie, einige benützen sie tagtäglich, andere verbinden sie mit Ferienfeeling.

Für mich haben sie seit Weihnachten eine ganz spezielle Bedeutung: Sie sind Symbol dafür, dass ich eine neue Familie gewonnen habe, genauer gesagt Schwiegereltern, die damit rechnen, dass ich auch zukünftig und vor allem längerfristig bei ihnen ein und aus gehen werde, und sich darüber auch noch freuen.


Merci vöu mau Schatz, merci vöu mau a öich, R. und P.! Fröie mi uf aues wo no chunt!

Montag, 10. Dezember 2007

Tickt sie?

In den letzten Wochen werde ich immer wieder mit der Frage der Fragen konfrontiert: Tickt meine innere Uhr bereits? Heute mussten wir in der Berufsschule eine Nutzwertanalyse zum Thema "Was wird nach der Lehre?" erstellen. Jeder sollte sich selbst Kriterien überlegen, aussuchen und bewerten. Das Kriterium Familienplanung stand bei mir - wie sollte es auch anders sein - weit oben...

Ich bin 23 Jahre alt, wenn ich meine Lehre abgeschlossen haben werde bereits 24. Meine "Planung" - natürlich immer abhängig vom geeigneten Lebenspartner - sieht vor, zwischen 26 und max. 32 Jahren eine Familie zu gründen.

So sehr sich das Bild der "Hausfrau" heute auch verändert hat, bleibt für uns doch immer noch die Frage: Familie oder Karriere? Wenn ich mit 25 noch einmal studieren oder eine Weiterbildung (die länger als 2-3 Jahre dauert) machen möchte, kann ich die eigene Familie erst mal auf Eis legen. Uni und Schwangerschaft? Nein danke... Mutter mit 35? Nein danke...

Gleichberechtigung ist ein tolles Thema (gell, DEZA), aber weder die Schwangerschaft noch die Geburt oder das Stillen könnt ihr Männer uns abnehmen... Und unsere innere Uhr tickt - zum ungeeignetsten Zeitpunkt unseres Lebens.

P.s.: Damit will ich niemandem "Angst" machen (gäu Schatz, du weisch ja mittlerwile, das ig mängisch chli irr bi). Es geht mir nur mal wieder ums Prinzip ;-)

Donnerstag, 22. November 2007

Ich hoffe, meinem Schatz fällt das noch lange nicht auf ;-)

Sonntag, 18. November 2007

Donnerstag, 8. November 2007

My Precious

Endlich habe ich die zeitraubenden üK's hinter mir, meine letzte PE ist abgegeben und ich kann mich wieder voll und ganz auf meine Arbeit und meinen Precious konzentrieren :-)

Morgen ist bereits um 12.00 Uhr Feierabend und Abends wird dann unser alljährliches Familienessen zelebriert. Danach bleibt nur noch darauf zu warten, dass ich dem Kt. Solothurn ein kleines Stückchen näher komme :-)

Das Leben kann wirklich herrlich sein!

Sonntag, 4. November 2007

Neuanfang

Nach der Erkenntnis, dass mein Blog bereits seit längerer Zeit nicht mehr geführt und meinem Gemütszustand keinesfalls mehr angepasst scheint, wage ich hiermit einen Neuanfang: Auch weiterhin versuche ich - je nach Möglichkeit - über mein manchmal äusserst chaotisches Leben zu berichten, jedoch in der Hoffnung, dass ich keine solch bösartigen und traurigen Kommentare verfassen werde/muss...

Ich bin mit meinem Leben mehr als zufrieden und das sollen alle wissen :-)